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Lichtplanung im Schlafzimmer: Zur Ruhe kommen mit Licht

Kurz beantwortet: Das Schlafzimmer ist der Raum mit dem niedrigsten Lichtbedarf (80–120 lm/m²) und dem höchsten Anspruch an Lichtstimmung: durchgehend warm (2200–2700 K), konsequent dimmbar, nirgends Blendung in Liegeposition. Die vier Bausteine: weiches Grundlicht, individuelles Leselicht pro Bettseite, praktisches Schranklicht und eine dezente Nachtorientierung.

Grundlicht: bitte indirekt

Die Deckenleuchte mittig überm Bett ist der häufigste Schlafzimmerfehler – im Liegen schaut man direkt hinein. Besser: indirektes Licht über Wandfluter, Vouten hinterm Bettkopf oder eine nach oben strahlende Stehleuchte. Wer die Deckenposition behalten will, wählt eine großflächige, blendarme Leuchte und macht sie dimmbar – Abendlicht im Schlafzimmer darf auf Kerzenniveau sinken.

Leselicht: getrennt und gerichtet

Pro Bettseite eine eigene, separat schaltbare Quelle: schwenkbare Wandleuchten oder Bettkopf-Spots mit engem Lichtkegel, positioniert etwa auf Schulterhöhe im Sitzen. Ziel: Eine Person liest, die andere schläft – ohne Verhandlungen. Flexible Leseärmchen mit fokussiertem Licht schlagen die dekorative Nachttischleuchte in dieser Disziplin deutlich; die darf es trotzdem geben, als Stimmungslicht.

Schrank und Ankleide

Im Kleiderschrank zählt Farbwiedergabe: CRI 90+ und eher neutrales Licht (3000 K), damit Marineblau und Schwarz unterscheidbar bleiben. Einbauprofile mit Türkontakt oder Sensor sind heute einfach nachrüstbar. Vor dem Spiegel gilt wie im Bad: Licht von vorn, nicht von oben.

Nachtorientierung und Schlafhygiene

Ein bodennaher Bewegungsmelder-Kreis mit sehr warmem, stark gedimmtem Licht weist nachts den Weg, ohne wach zu machen. Generell gilt: je später der Abend, desto wärmer und dunkler – kaltweißes Licht am Abend stört nachweislich die innere Uhr (mehr im Beitrag Human Centric Lighting). Deshalb: keine 4000-K-Quelle im Schlafzimmer, auch nicht „nur zum Putzen“ – dafür reicht die gedimmte Szene auf Maximum.

Häufige Fragen

Welche Farbtemperatur im Schlafzimmer?

Durchgehend warm: 2700 K als Basis, für den späten Abend gern 2200–2400 K. Kaltweißes Licht stört die innere Uhr und gehört nicht ins Schlafzimmer.

Wie hell sollte ein Schlafzimmer sein?

80–120 Lumen pro m² Grundlicht genügen – wichtiger als Helligkeit sind Dimmbarkeit und Blendfreiheit aus der Liegeposition.

Welches Leselicht am Bett ist das beste?

Pro Seite eine separat schaltbare, schwenkbare Quelle mit gerichtetem Kegel – z. B. Wandleuchte mit Leseärmchen auf Schulterhöhe. So bleibt die andere Bettseite dunkel.

Deckenleuchte über dem Bett – ja oder nein?

Wenn überhaupt, dann großflächig, blendarm und dimmbar. Angenehmer ist indirektes Grundlicht über Wandfluter oder Vouten hinter dem Bettkopf.

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